In Hamburg sagt man "Tschüss"

Andrè Schulz - BDK Bundesvorsitzender

Düsseldorf, 14.05.2018

Lieber André,

auch wir Niederrheiner sagen "Tschüss" und drücken damit aus: "Auf Wiedersehen, bis bald, wir sehen uns"!

Deine zu erwartende Entscheidung, verdient Respekt und höchste Anerkennung, zeigt aber auch, wie sehr sich der BDK in dieser "Kampagne" von anderen Gewerkschaften und Verbänden negativ abgrenzt. Andere hätten wie ein Mann und natürlich wie eine Frau hinter Ihrem Vorsitzenden gestanden! Wenn sich schon Verantwortliche aus der Hamburger Politik vor Angst in die Hose machen, um eigene Karrieren nicht zu gefährden, ist es für einen Berufsverband der Kriminalisten peinlich und beschämend, wenn "Funktionäre" aus den eigenen Reihen versuchen, aus einem Ermittlungsverfahren gegen Dich eigenes Kapital zu schlagen und erneut, nach dem der erste Versuch vor dem Bundesdelegiertentag 2017 gescheitert ist, zuzuschlagen.

Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich mich in meinen Formulieren so gut wie immer zu mäßigen versuche. Für dieses Verhalten einiger BDK-Funktionäre habe ich nur Verachtung übrig. Ihnen geht es offenbar ausschließlich um persönliche Interessen, der Kriminalistenverband scheint sie überhaupt nicht zu interessieren.

Und ja, sich in ein gemachtes Nest zu setzen, ist ein einfach und billig. Der BDK steht unter Deiner Führung in der öffentlichen Wahrnehmung exzellent dar, eine sehr gute Kassenlage und die Mitgliederentwicklung sprechen für sich.

Ich danke Dir ausdrücklich für die vielen gemeinsamen Jahre im geschäftsführenden Bundesvorstand, für die sehr gute, kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit, auch und besonders in wenigen Diskussionen, in denen wir nicht einer Meinung waren. So etwas ist dem BDK in den letzten Monaten wohl abhanden gekommen.

Mein Rat an den Bundesvorstand: Wählt beim Außerordentlichen Bundesdelegiertentag im Herbst dieses Jahres einen komplett neuen Geschäftsführenden Bundesvorstand. André steht nicht mehr zur Verfügung, der Rest ist in der Sache verbraucht und kann niemals für einen Neuanfang stehen. Einen Verband zu führen, bedeutet nicht, ihn sich "unter den Nagel zu reißen".

Dir, lieber André wünsche ich alles Liebe und Gute für Deine neue berufliche Herausforderung, Glück, ein kollegiales, freundschaftliches Umfeld und viel Erfolg! Wir sehen uns an der Ruhr Uni Bochum, ich freue mich darauf!

Liebe Grüße Wilfried

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