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Silberne Kriminalmarke an Ballauf und Schenk

BDK-Ehrenkriminalmarke an Kölner Tatort-Kommissare verliehen

Köln, 10. März 2005 - Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat am heutigen Tage bereits zum fünften Mal seine Ehrenkriminalmarke verliehen. Mit den Kölner Tatort-Kommissaren Dietmar Bär (alias Freddy Schenk) und Klaus J. Behrendt (alias Max Ballauf) wurden erstmalig keine Personen geehrt, die beruflich mit der Kriminalitätsbekämpfung zu tun haben. Allerdings sind ihre Konterfeis Freddy Schenk und Max Ballauf auch die ersten Kriminalbeamten, die die Ehrenkriminalmarke empfangen. "Ihre Arbeit ist geprägt von kriminalistischem Denken, hartnäckigem Ermitteln, kriminalistischer Recherche, aber auch, wie im wirklichen Leben, von der Unterstützung durch Kommissar Zufall.", erläuterte der BDK Vorsitzende Rüdiger Thust ihre Arbeit. "Die PC und Fahndungstechnik im Tatort ist der Wunschtraum eines jeden Kriminalisten".

Wenn auch manche Ermittlungsmethoden in der realen Welt kaum möglich oder sogar rechtlich bedenklich sind: Die Aufklärungsquote der Tatort-Kommissare ist auf jeden Fall einwandfrei. Ganz anders sieht es da im Kölner Polizeialltag aus. Anlässlich der jüngst veröffentlichen Kriminalitätszahlen appellierte der Vorsitzende der Kripo-Gewerkschaft Rüdiger Thust an Polizeipräsident Steffenhagen die "Konsequenzen aus einer miserablen Aufklärungsquote, die mit 34,84% bundesweit ihres gleichen sucht" zu ziehen. "Anders als bei den Tatort-Kommissaren ist bei den Kölner Kriminalbeamten die notwendige Ermittlungsruhe schon lange nicht mehr vorhanden", erklärte Thust. "Zahlreiche personalintensive Großkommissionen, aber auch immer anspruchsvollere Ermittlungsmethoden fallen mit dem Straftatenanstieg der letzten Jahre zusammen. Die Personalreserven der Kripo sind aufgebraucht, Vorgangsdruck und Arbeitsüberlastungen sind in vielen Kommissariaten an der Tagesordnung. Junge Kollegen müssen in die Hundertschaften, der qualifizierte Kripo-Nachwuchs bleibt aus."

Gerade aber um auf die Notwendigkeit (Kriminal-)Polizeilichen Spezialistentums und der damit verbundenen Aus- und Fortbildung und Polizei-Organisation hinzuweisen, wurde die Auszeichnung der "Ehrenkriminalmarke" geschaffen.

Die Laudatio hielt einer der Vorjahrespreisträger, Oberstaatsanwalt Egbert Bülles. Er führt zu den Preisträgern aus, dass sie die Auszeichnung "nicht als Schauspieler und nicht als Kriminalisten erhalten, sondern als Charaktere und Typen, als Personen und Menschen, die nicht "im Film leben", sondern ihre Umwelt sehr bewusst und realistisch wahrnehmen. Sie sind in ihrer Darstellung keine Wundermänner, sie sind ehrlich und verletzlich, mit Fehlern behaftet und manchmal auch leichtgläubig. Alles das eben, was auch die "richtige" Kriminalpolizei ausmacht."

Darüber hinaus war aber für die Auswahl der diesjährigen Träger der Ehrenkriminalmarke auch ihr Engagement abseits der Leinwand entscheidend: "Kamelle fair - da tanzt der "Bär"!" - eine Kampagne gegen die rigorose Ausbeutung der Armenhäuser dieser Welt - gegen Armut und Elend. 1998, nach dem Tatort "Manila" entstand der Verein "Tatort - Straßen der Welt e.V.", ein soziales Projekt, dass sich dem Kinderhandel und der Kinderprostitution widmet. "Pro Futura", ein in Berlin ansässiger Verein engagiert sich mit dem Zugpferd Klaus Johannes Behrendt für zusätzliche Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Jugendliche und Langzeitarbeitslose.

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