4 Wochen vor der Wahl wird es schmutzig!

Wilfried Albishausen Samstag, 16. April 2022 von Wilfried Albishausen

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4 Wochen vor der Wahl wird es schmutzig!

16.04.2022 - In vier Wochen ist Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. CDU und SPD liegen gleich auf, die Grünen bei rund 18% und die FDP schwächelt, leider. Warum die SPD angesichts der schlingernden Ampel in Berlin zumindest in den Umfragen mit der CDU plötzlich gleichzieht, erschließt sich mir nicht, aber sei es drum. Sicher spielt auch das Thema Flutkatastrophe im Juli 2021 und der Rücktritt von Ursula Heinen-Esser eine Rolle. Immerhin hat die SPD dieses Thema gerne aufgegriffen, dabei die Vergangenheit - wie so oft - aber ausgeblendet. Hannelore Kraft war als Ministerpräsidentin während eines katastrophalen Unwetters mit schlimmen Folgen etwa eine Woche in Brandenburg "offline". Kein Netz! Sei es drum. Die Grünen haben sich in NRW relativ zurückgehalten, immerhin hatten sie den Klotz "Spiegel" am Bein. Da kann man dann keine großen Töne spucken...

Warum also "schmutziger" Wahlkampf? Nun ja, der öffentlich rechtliche Rundfunk hat sich entsprechend positioniert. Sollten die Damen und Herren Journalisten doch eher objektiv berichten, haben einige diese Grenze offenbar schamlos überschritten. Schlechtes Gefühl dabei? Bei mir ja, bei den Protagonisten eher nein. Die CDU in NRW hat in Sachen Landtagswahl einen ziemlich mächtigen Gegner. Manche sagen, der "Rotfunk" sei wieder da. Einige der führenden Journalisten tragen ihre Präferenz zu SPD und Grünen sogar offen zur Schau.

Tina Hassel, Leiterin des ARD Hauptstadtstudios, nannte vor wenigen Tagen in einem Interview Anton Hofreiter, B90/Die Grünen, liebevoll und vertraut "Toni". Nein, sie erwähnte schon den Nachnamen Hofreiter. Aber immerhin, man scheint sich politisch zu mögen und der geneigte Zuschauer darf gespannt sein, wie Frau Hassel ihre politische Neutralität und Distanz zukünftig in den Griff bekommt.

1Live ist ein weiteres, weitaus schlimmeres Beispiel politischer Einflussnahme weit weg jeglicher Objektivität und Neutralität. Auf Twitter und Instagram machen die Redakteure keinen Hehl daraus, was sie von SPD, CDU und Grünen halten. Positive Kommentare zu ihren Veröffentlichungen über den Spitzenkandidaten Kutschaty werden gelobt und beklatscht. Kritische Kommentare sogar ausgeblendet. Nun hat 1Live auf die teils herbe Kritik, ein User schlug vor, die 1Live-Redaktion und die SPD Geschäftsstelle zusammenzulegen, reagiert und eingeräumt, man habe die "journalistische Unabhängigkeit und Distanz" nicht ausreichend gewahrt. Aha! Trotzdem ist die "Nummer" mit der Botschaft raus. Und die SPD? Die finden das offenbar (verständlich) gar nicht schlimm und posteten, das Hendrik Wüst ja auch noch ein Bild bekäme.

Ganz ehrlich, wenn ich Hendrik Wüst wäre, würde ich 1Live eine Absage erteilen. Wüst ist allerdings kompetent und clever genug, meinem Rat nicht zu folgen und 1Live ein deftiges Interview in denen er sich mit den Erfolgen der NRW Landesregierung in den letzten 5 Jahren auseinandersetzt. Die Erfolge dieser Legislaturperiode zeigen sehr deutlich, wie es um SPD/Grüne unter Kraft aussah. Und das ist kein schönes Bild...

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